Mittwoch, 26. Oktober 2016

Wie funktioniert eigentlich ein Friedwald? Wie sieht es dort aus? Ein Foto-Streifzug durch den Friedwald zwischen Bramsche-Achmer und -Ueffeln (in der Nähe von Osnabrück) - und eine Abwägung der Vor- und Nachteile

Osnabrück/Bramsche - Gottseidank gibt es hier auch eine Toilette. Zwar ist es kein festgemauertes Häuschen, sondern eine - immerhin rollstuhlgeeignete - XXL-Version eines Plastik-Dixi-Klos, aber es erfüllt den Zweck. Puh. Denn nachdem die Fahrt von Osnabrück-Stadtmitte bis zum Friedwald zwischen den Bramscher Ortsteilen Ueffeln und Achmer rund 20 Minuten gedauert hat, drückt es mir doch ein wenig auf die Blase. Es ist ein wunderschöner Oktobervormittag, einer der goldenen Sonnentage bricht an, die diese Jahreszeit so lebenswert machen. Feines Fotografierwetter. Nachdem ich kürzlich anlässlich des "Tags des Friedhofs" einen Foto-Streifzug über einen klassischen Friedhof unternommen habe (siehe auch hier), interessiert mich diesmal brennend, wie ein Friedwald aussieht. Denn in unserer Trauerbegleiterausbildung haben wir viel über dieses Thema gesprochen.

Die "Institution Friedhof" bekommt heutzutage immer mehr Konkurrenz, sei es durch alternative Angebote wie Friedwälder oder durch liberalere Bestattungsgesetze, die sogar das Beisetzen der Asche von Verstorbenen im eigenen Garten erlauben (wie beispielsweise in Bremen, vorausgesetzt, der Verstorbene hat dies zu Lebzeiten so verfügt). So begrüßenswert das auch ist, so sehr müssen die Vor- und Nachteile solcher Möglichkeiten beachtet werden. Darüber haben wir in unserer Trauerbegleiterausbildung viel diskutiert. Zu Recht. 


Ein Lageplan zu Beginn des Waldweges informiert darüber, wie die einzelnen Bereiche aufgeteilt sind. Dennoch verläuft man sich schneller als gedacht - unter anderem, weil man, sprichwörtlich gesagt, den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.   (Thomas-Achenbach-Foto)

Denn eine Trauerstätte erfüllt ja zweierlei Funktionen: Zum einen soll sie den Wünschen oder Ideen des gestorbenen Menschen entsprechen, soll zu dem Menschen und zu seinem Leben passen. Zum zweiten aber soll der Ort auch den Hinterbliebenen dienen als eine Stätte, die sie besuchen und an der sie traurig sein können, ihren Gefühlen nachgehen können. Ein Ort, an dem das Gefühl erlaubt sein darf, dass man den Gestorbenen ganz nahe ist, vielleicht sogar mit ihnen reden kann. Gerade in der ersten und in heftigen immer wiederkehrenden Trauerphasen ist das wichtig (Weiterlesen: Zehn Tipps für den Umgang mit Trauernden). 


Die Hauptwege im Friedwald haben Namen und sind durch eine Art "Straßenschild" gekennzeichnet - das erleichtert die Orientierung.   (Thomas-Achenbach-Foto/alle folgenden Fotos: Achenbach)

Ein Wald allerdings ist nun einmal ein Wald. Auch wenn die Hauptwege gut ausgebaut sind, gibt es doch einige Hürden für Rollstuhlfahrer oder die Benutzer von Rollatoren. Die kleineren und den Friedwald durchkreuzenden Passagen beispielsweise sind mit Hackschnitzeln ausgestreut, ein Fortkommen mit Reifen jedweder Art (Buggy, Rollstuhl oder Rollator) ist hier schwierig. Außerdem ist ohne eigenes Auto ein Hinkommen zu diesem Friedwald unmöglich, einen öffentlichen Bus bis zum Parkplatz gibt es nicht. Andererseits ist es hier wirklich friedlich. Und still. Und menschenleer. Ein richtiger Wald eben, idyllisch eingebettet in ein größeres Waldgebiet, von dem nur ein kleinerer Teil als Friedwald ausgewiesen ist. Hier und da ist ein vereinzelter Vogel zu hören. Über einem ist ein leises Windesrauschen in den Baumwipfeln. Hier und da knackt es. Ansonsten: Nichts. Das ist herrlich. Und sehr würdevoll. Vielleicht sogar würdevoller als mancher Friedhof.


Ein gelbes Band um einen Baum markiert einen freien Urnenplatz an einem Gemeinschaftsbaum. Hier werden mehrere Menschen bestattet, die sich nicht kannten, für eine Dauer von bis zu 99 Jahren, wie es im Friedwald-Flyer heißt. 

Die verrottbaren Urnen, die es für jede Bestattung im Friedwald braucht, sind in den pauschalen Beisetzungskosten von 275 Euro enthalten, wie es in einem Flyer heißt. Weitere Kosten entstehen durch die Art des gewählten Baumes (von 490 Euro bis 1200 Euro reicht das Spektrum) sowie durch die kleinen runden Namenstafeln, die an einem Baum angebracht werden können. Es gibt verschiedene Baumarten: Familienbäume (blaue Bänder), Einzel- oder Partnerbäume (rote Bänder), Gemeinschaftsbäume (gelbe Bänder) oder Sternschnuppenbäume für kleine Kinder bis zum dritten Lebensjahr. Klar: Särge können hier nicht bestattet werden, die Urne ist Pflicht. Für manche ist das verständlicherweise ein No Go, weil der Gedanke, verbrannt zu werden, einige Menschen abschreckt. 


Gewaltige Baumwurzeln, spannendes Licht- und Farbenspiel, eine würdevolle Stille und Ruhe - so ein großer Wald in all seiner Abgeschiedenheit ist in jedem Fall ein stimmungsvoller Ort.


Der Friedwald verfügt über eigene Förster, die hier für die Pflege sorgen. Hinter dem Friedwald-Konzept steckt ein kommerzieller Anbieter aus dem hessischen Griesheim (Nähe Darmstadt), der auch die Fläche bei Osnabrück betreibt. Wer sich für eine Führung mit den Friedwald-Förstern interessiert, die in den Herbstmonaten September/Oktober bis November mehrmals monatlich angeboten werden, kann sich unter www.friedwald.de oder per Telefon unter 06155/848-200 informieren. Auch einen würdevollen Ort für eine mögliche Trauerzeremonie findet man hier. Wobei - eigentlich sind es zwei Orte. Auf einer künstlichen Lichtung mitten im Wald ist eine Art Gedenkstein eingerichtet worden. Dies ist auch der einzige Ort, an dem kleine Symbole oder Blumen oder Stofftiere oder andere Gedenkutensilien abgelegt werden dürfen. Denn wie die 3-Sat-Dokumentation "Ruhe sanft - über die Krise der Bestatter" im November 2016 berichtete, werden alle Gegenstände, die um die Bäume herum oder auf dem Waldboden abgelegt werden, von den Förstern wieder entfernt. Der Wald soll eben Waldcharakter haben und behalten, so ist das Konzept des Friedwalds. 


Spezielle Schilder informieren darüber, wo der Friedwaldbereich anfängt und der "klassisch genutzte" Waldbereich aufhört. 


Weil dieser aber im Freien steht und es in der Region Osnabrück gerne auch mal viel regnet, gibt es auch noch einen großen überdachten Unterschlupf zu Beginn des Friedwalds. Der hat zwangsläufig mehr den Charakter einer überdimensionierten Wanderschutzhütte. Ob er tatsächlich auch für Trauerfeiern genutzt wird oder nicht, habe ich noch nicht recherchieren können - es machte aber ganz den Eindruck.


Eine Gedenktafel an einem Gemeinschaftsbaum listet die Namen und Daten der hier Bestatteten auf. Die Plaketten sehen immer gleich aus und sind dezent, nicht zu groß, an den Baum genagelt, so dass sie erst beim näheren Hinsehen auffallen. Der Hauptcharakter der Ruhestätte soll durch den Baum geprägt sein.

Was hier an Zeremonien möglich ist, obliegt ganz den Wünschen der Angehörigen. Laut Friedwald-Flyer ist alles denkbar: Von klassischer Trauerfeier mit Musikbegleitung bis zu einer stillen kleineren Version. Aufgrund der Stille des Ortes bzw. der Naturgeräusche dort erscheint mir gerade letzteres besonders reizvoll zu sein. Zumal ich mich sehr gerne in einem Wald aufhalte und die Würde eines solchen Ortes besonders schätze. 


Nicht immer ist die Trauerplakette gut erreichbar, hier sind junge Triebe so ausgewachsen, dass sie zur Seite gebogen werden müssen, damit ein Hingelangen an den Baumstamm möglich wird. 
Ein blaues Band an einem Baum kennzeichnet die freien Familien- oder Freundschaftsbäume. 

Die kühle Oktoberluft kitzelt mir in der Nase, als ich richtig tief in das Innere des Waldes eindringe. Die Füße streifen über Blätter und Baumwurzeln. Die Finger sind kalt geworden, das Drücken auf den Auslöser fällt schwerer. Und doch kann ich mich noch nicht losreißen, weil mich die Stille und Würde dieses Ortes umfangen hält. Was mir ganz gut gefällt, an so einem Friedwald, ist seine Übertragbarkeit: Wer seine Angehörigen hier bestattet, kann - wenn er mag - jeden Wald, irgendwo auf der Welt, zu einem symbolischen Überträger machen und überall dort seiner Lieben gedenken. Und da es hierzulande so viele schöne Wälder gibt - zumal im Teutoburger Wald rund um Osnabrück - ist das ein reizvolles Konzept für die Region... Noch ein Vorteil: Eine Grabpflege ist nicht nötig. Bleibt also die Frage, ob die Angehörigen einen festen Trauerort als Rückzugsort für ihre Gefühle benötigen. Was vielen so geht und was ebenfalls sein darf. So wie bei Trauer eben alles sein darf, was sich aufdrängt und die Gefühle in Fluss bringt.

Die Plaketten an den Bäumen lassen sich individuell beschriften. 

Hier ist ein Platz an einem ganz jungen und frischen Bäumchen frei - ob es sich dabei um einen der "Sternschnuppenbäume" für junge Kinder handelt? 

Auf einer Lichtung steht dieser Gedenkstein. Der Platz lädt dazu ein, für Zeremonien oder Trauerfeiern benutzt zu werden.

Menschen haben ihre Blumen und Kerzen auf der oberen Fläche des Steins abgelegt.

Verwunschene Waldbilder, wo man auch hinsieht. Und das Licht- und Farbenspiel eines Oktobervormittags. 

Hier und da überspannen hölzerne Brücken die kleinen Bachläufe und Gräben, die den Wald durchziehen.

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung). Mehr Infos gibt es hier

Ebenfalls auf diesem Blog: Vorträge, Seminare, Kennenlernen? Ein persönlicher Ausblick auf das Jahr 2017 und die Aktivitäten für Trauernde und deren Angehörige

Ebenfalls auf diesem Blog: "Sei doch bitte wieder normal" geht leider gar nicht - Trauernde brauchen langfristiges Verständnis ohne Ziele 

Ebenfalls auf diesem Blog: Zehn Tipps für einen hilfreichen Umgang mit Trauernden - für Angehörige, Freunde und Kollegen

Und im Kultur-Blog: Theater kosten den Steuerzahler einfach zuviel Geld... ist das wirklich so? Und woher kommt die Theatersubventionierung eigentlich?

Freitag, 7. Oktober 2016

Wer Sterbende begleitet hat, sollte die Begleitung der Angehörigen später anderen überlassen - ein Artikel für den Bundesverband Trauerbegleitung

Osnabrück - Als sowohl bloggendes wie auch im Hauptberuf als Redakteur arbeitendes Mitglied des Bundesverbandes Trauerbegleitung habe ich jetzt - in ehrenamtlicher Arbeit - einen Artikel recherchieren und schreiben dürfen, den sich der Bundesverband von mir gewünscht hat. 

Themen: Der Welthospiztag. Und Trauer. Hatte ich anfangs nicht ganz gewusst, wie sich diese beiden Gebiete am besten übereinander legen lassen, schälte sich im Laufe der Recherche immer deutlicher heraus, was das Thema des Textes sein wird - nämlich genau das, wonach ich in den Fragen gesucht hatte: Wieviel Gleichheiten gibt es in Hospiz- und Trauerkultur und wo liegen die Abgrenzungspunkte bzw. die Grenzlinien? Hier ist also der gesamte und ungekürzte Artikel, der vom Bundesverband als Presse-Aussendung auch an verschiedene Medien geschickt werden soll:


(Thomas-Achenbach-Foto)

Warum die Welt der Hospize und die Welt der Trauer miteinander verknüpft sein sollten - und wo die Grenzen liegen


Osnabrück/Troisdorf/Raesfeld-Erle (ta/bvt) - Mit der Hospizkultur ist auch die Trauerkultur in Deutschland ein großes Stück vorangekommen. Als am 8. Oktober 2016 (Samstag) mit zahlreichen auch in Deutschland stattfindenden Veranstaltungen (Lesungen, Musikaufführungen Gottesdiensten und mehr) der jährliche Welthospiz- und Palliativ-Care-Tag gefeiert wurde, durften sich auch professionelle Trauerbegleiter als integraler Bestandteil dieser Bewegung fühlen. 

Und doch ist es immens wichtig, die verschiedenen Bereiche wie Sterbebegleitung, Palliativ Care und eben Trauerbegleitung klar voneinander abzugrenzen und sogar mit verschiedenen Personen zu besetzen, wie die Alltagserlebnisse von erfahrenen Trauerbegleiterinnen zeigen. Der noch sehr frische Bundesverband Trauerbegleitung hat sich auf den Weg gemacht, die Professionalisierung in diesem Segment weiter voranzutreiben und zu begleiten.

Eine Sterbebegleitung, sagt die 56-jährige Uta Schmidt aus dem nordrhein-westfälischen Troisdorf, ist auf eine andere Art und Weise fordernd: „Wenn ich im Sterbeprozesss bin, weiß ich ja, da geht etwas zu Ende –  das kann neben allem Schmerz auch etwas Entlastendes haben“, sagt die Trauerbegleiterin und Supervisorin, die ihre Dienste im Krankenhaus anbietet: „Trauernde, die in die Beratung kommen und sehr bedürftig sind, weil sie von ihren Gefühlen überrannt werden und ihren Trauerprozess nicht verstehen, brauchen wesentlich mehr an Strukturierung“, hat sie oft erlebt.

Wie so viele anderen Menschen, die sich in Sachen Tod und Sterbn ihre ehrenamtlichen oder hauptamtlichen Aufgaben suchen, hat auch Uta Schmidt nicht nur ein Standbein, sondern mehrere. Nach einer mehrjährigen Arbeit als Koordinationskraft in einem Hospizverein war die Diplom-Theologin eine Zeitlang freiberuflich als ausgebildete Supervisorin und Trauerbegleiterin unterwegs. Heute bietet sie ihre Dienste als Trauerbegleiterin, aber auch als Begleiterin von Sterbeprozessen, im Krankenhaus an.


Uta Schmidt ist im Krankenhaus in Troisdorf tätig, wo sie Trauerbegleitung anbietet und Familien in Sterbepriozessen begleitet. Das sind aber nur zwei Standbeine von mehreren.  (Schmidt-Foto/Eingesandt/Mit Genehmigung)

Im Fokus hat sie dabei stets die Angehörigen: „Ich begleite trauernde Angehörige im Sterbeprozess des anderen – das macht einen wichtigen Unterschied“, sagt Schmidt. Und ergänzt: „Wer in der Sterbebegleitung tätig gewesen ist und dann in die Rolle der Trauerbegleitung für die Angehörigen wechselt, überschätzt sich schnell – weil Begleitende dann sehr rasch zum Familiensystem gehören und aus dieser Rolle nicht mehr herauskommen. Dann sind sie zu verwickelt.“

Eine Erfahrung, die die im Caritas-Hospizdienst für das Dekanat Borken tätige Koordinatorin Judith Kolschen  (49) aus Raesfeld-Erle nur unterstreichen kann: „Ich würde einen deutlichen Unterschied machen zwischen Sterbebegleitung und Trauerbegleitung. Wir setzen da auch tatsächlich verschiedene Personen ein“, sagt die ehemalige Krankenschwester, die heute die Koordination eines ambulanten Hospizdienstes für den Kreis Borken mitsteuert, sich dort um die Trauerbegleiterinnen kümmert und parallel als Trauerrednerin sowie als Trauerbegleiterin arbeitet.

Auch sie hat oft erlebt, dass die Begleiter schnell ins Familiensystem hineinwachsen: „Unsere Sterbebegleitungen im ambulanten Hospizdienst sind immer auch Angehörigenbegleitungen“, berichtet Kolschen. „Weil der Sterbende vielleicht schon auf dem Rückzug ist, nicht mehr so aufnahmefähig ist.“

Auch das Setting ist jeweils ein ganz anderes: Im Haus des Sterbenden findet die Sterbebegleitung statt, in einem externen Beratungszimmer die Trauerbegleitung. Dieser Unterschied hat sicher eine Wirkung auf die Begleitenden und die, die Begleitung suchen.

Das Thema der Trauer ist indes in beiden Fällen wichtig: „In der Sterbebegleitung hat man zwar oft auch schon mit Trauer zu tun, da kann man sich anschauen, welche Trauer zu dem Sterbenden gehört, der sich ja von alles und jedem verabschieden muss.“ Dieses gemeinsame Überlegen, welche Prozesse jetzt gut tun könnten, auch mit den Angehörigen, sei ganz wichtig, ergänzt Uta Schmidt: „Wenn Angehörige merken: Alles hat hier seinen Platz, es war traurig, aber stimmig, gehen sie anders in die Trauerprozesse als wenn jemand von Tod und Übergriffigkeit überrannt worden sind“.

„Es gibt ja auch die vorgezogene Trauer“, sagt dazu Judith Kolschen. „Wenn jemand jahrelang erkrankt war, zum Beispiel an Krebs oder Demenz, und Angehörige schon vorher stückweise den Verlust von Fähigkeiten betrauert haben, was wir als Begleiter mitbegleitet haben, macht der Verlust nicht mehr ganz so ohnmächtig wie bei einem ganz plötzlichen Todesfall“. Doch zurück in die Welt der Hospize.


Judith Kolschen aus Raesfeld-Erle bietet Trauerbegleitung sowie die Gestaltung von Trauerfeiern/Trauerreden an und arbeitet im ambulanten Hospizdienst als Koordinatorin.   (Kolschen-Foto/Eingesandt/mit Genehmigung)

Wenn Uta Schmidt als Ausbilderin unterwegs ist und beispielsweise Trauerbegleiter nach den neu definierten Qualitätsstandards des Bundesverbands ausbildet – was sie auch gelegentlich tut –, macht sie immer wie die Erfahrung, dass eine Vorerfahrung mit Hospizen oder Palliativstationen ganz hilfreich sein kann: „Wer aus der Hospizkultur kommt, ist für Trauerbegleitung oft schon gut vorgeprägt, weil die hilfreiche personenzentrierte Haltung und Kommunikation dort zur Kultur gehört und immer wieder trainiert wird“, betont sie. Menschen, die aus anderen Berufen stammten, müssten sich hier manchmal neu eindenken. 

„In den letzten Jahren haben sich die Hospizvereine sehr gut entwickelt und habe, jedenfalls hier im Raum Troisdorf, jetzt alle auch eigene Trauerangebote“, betont Uta Schmidt.

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Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung). Er hält auch Vorträge zum Thema Trauer und Umgang mit Trauernden. Mehr Infos gibt es hier

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(Thomas-Achenbach-Foto)