Donnerstag, 24. März 2016

Denn Karfreitag ist ein Tag der Klage - wie sich Trauernde die Symbolik des Osterfestes für eigene Rituale nutzbar machen können

Osnabrück - Am Karfreitag steht allgemein die Trauer im Vordergrund. Auch wenn das im allgemeinen österlichen Brauchtum rund um Frühlingsaufbruch, Hasenkraft und Wiederauferstehung allzu leicht untergeht, ist Trauer ein wichtiges Osterthema. Und wie es in einem Text der Evangelischen Presseagentur nachzulesen war, leitet sich der Begriff Karfreitag "vom altdeutschen Kara für Klage und Trauer ab." 


Ein Tag zum Klagen also ist es. Wie tröstlich, dass es noch außerhalb der "trüben Tage im November" (Volkstrauertag und Totensonntag) eine weitere solche und der Tauer gewidmete Institution gibt, ja, sogar einen mitten im Frühling liegenden Gedenktag, mitten in der Zeit der wieder erwachenden Natur und der aufblühenden Blumen. Mag auch der Karfreitag von einer grundlegend christlichen Symbolik geprägt sein, kann es allen - auch nicht christlichen - Trauernden helfen, ihn als einen grundsätzlich für sie geeigneten Tag zu verstehen, der sich mit eigenen Ritualen füllen lässt. Rituale, die der Klage und der Trauer dienen können. 

Darf man sowas? Traurig sein, wenn draußen alles blüht und nach neuem Aufbruch strebt? Na klar - das macht der Karfreitag als Tag der Klage und der Trauer mehr als deutlich. Trauernden darf das als Ermutigung dienen.   (Thomas-Achenbach-Foto)

Die folgenden Rituale beispielsweise würden dem Autor dieser Zeilen spontan einfallen:

- Das bewusste Schaffen einer eigenen kleinen Trauerstätte, an der sich der Trauernde ganz seinen Gefühlen und Gedanken hingeben kann. Das kann im eigenen Garten geschehen, im Wohnzimmer, wo sonst noch Platz ist. Oder es kann eine Parkbank sein, die ab sofort als Trauerbank eine besondere Bedeutung bekommt und nur zu diesem Zweck aufgesucht wird. Als Trauer- und Klageplatz kann dieser Ort aufgesucht werden, wenn es nötig ist. Und darf auch wieder verlassen werden, wenn das wieder geht. 

- Das Schreiben eines "Karfreitagsbriefes", eines Briefes also, der einmal ganz der Klage und der Trauer gewidmet ist. Ziel dieses Schreibens müsste sein, sich einmal die innerlich erlebten Klagen wirklich von der Seele zu schreiben. Ob der Brief später abgeschickt werden mag oder nicht, muss ja zu Beginn noch keine Rolle spielen (eine kurze Einleitung mit erklärenden Worten zur Funktion eines Klagebriefs wäre beim Verschicken sicher hilfreich).

- Der weltweit anerkannte Trauer-Experte Dr. Jorgos Canakakis übrigens hat eine ganz eigene Form der Klagerituale entwickelt, wie er einstmals der Zeitschrift "Leidfaden" im Interview erzählte (Ausgabe 3/2013): In einem griechischen Amphitheater lässt er seine Trauergruppen - Canakakis arbeitet fast ausschließlich mit Gruppen - selbst verfasste und bestimmten Normen folgende Gedichte vorführen. "Klage ist eine Form der nachhaltigen Bearbeitung von Verlusten", sagte Canakakis der Zeitschrift. 

Und selbst wenn sich kein bestimmtes Ritual finden lässt oder die Muße dafür fehlt, ist es doch gut zu wissen, dass es Tage geben kann, die genau diesem Thema gewidmet sind: Der Klage über einen Verlust. Denn das ist etwas, das geäußert werden möchte und mitgeteilt werden möchte. Das ist menschlich. Also: Nur zu. 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung an in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung). Er hält auch Vorträge zum Thema Trauer und Umgang mit Trauernden. Mehr Infos gibt es hier

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Ebenfalls auf diesem Blog: Zehn Tipps für einen hilfreichen Umgang mit Trauernden - für Angehörige, Freunde und Kollegen

Ebenfalls auf diesem Blog: Keine Sorge, alles normal - was Trauernde in einer Verlustkrise alles so tun und warum einem das nicht peinlich sein sollte

Und im Kultur-Blog des Autors: Genug gemeckert, wir sollten froh sein über unsere Theater - eine Liebeserklärung und eine Lobpreisung zum Welttheatertag

Freitag, 18. März 2016

Zehn Tipps für den Umgang mit Trauernden - wertschätzend, hilfreich und zugewandt - für alle Angehörigen, Kollegen, Freunde oder Bekannte

Osnabrück - Trauer macht hilflos, sprachlos und machtlos. Das gilt nicht nur für die Trauernden selbst, sondern auch und vor allem für ihr Umfeld. Kollegen, Freunde, Verwandte... viele dieser Menschen verspüren im Umgang mit einem Trauernden eine gewaltige Unsicherheit, die als lähmend erlebt werden kann. Was soll man sagen? Etwas Tröstendes? Etwas Ablenkendes? Oder besser gar nichts sagen, weil es nicht aufrichtig wirken könnte? 

Das ist verständlich und nachvollziehbar - vermutlich hat jeder Mensch schon einmal so eine Unsicherheit gespürt, wenn er mit den Themen Tod und Trauer bei anderen oder bei sich selbst konfrontiert war (für den Autor dieser Zeilen war dies übrigens eine Motivation von vielen dafür, die Ausbildung zum Trauerbegleiter zu absolvieren). Oftmals verführt diese Sprach- und Hilflosigkeit die Nichtbetroffenen jedoch dazu, am besten erstmal gar nichts zu tun - aus Angst, etwas falsch zu machen. Doch wie bei der medizinischen "Ersten Hilfe" gilt auch hier: Nichtstun ist immer kontraproduktiv. Ja, es kann sogar richtiggehend verletzend sein. So berichten Trauernde davon, wie einstmals gute Bekannte die Straßenseite wechselten, um einem Gespräch aus dem Weg zu gehen. Dem Trauernden selbst gibt so eine Aktion das Gefühl, ein Aussätziger zu sein, der nicht mehr am Leben teilhaben darf. Das muss nicht sein. 

Hier sind also ein paar Impulse und Anregungen für alle, die unsicher sind, wie sie einem Trauernden am besten begegnen und was sie tun könnten - als Gedankenanstoß zum Auswählen gemeint und nicht als abzuarbeitende Prüfliste: 


Mit Trauernden in den Kontakt zu treten, in welcher Form auch immer, erleben diese stets als hilfreich und wertvoll. Eine Kondolenzkarte ist oft schon hilfreich. Trauernde sind sensibel - und dankbar für kleine Gesten.  (Thomas-Achenbach-Foto) 

1.) Da sein: Suchen Sie auf jeden Fall den Kontakt, auf welche Art auch immer - und beachten Sie, dass Kontakt nicht immer Reden bedeuten muss. Auch gemeinsames Schweigen kann für Betroffene hilfreich sein (das kann schwer auszuhalten sein, aber hilfreich). Es geht auch niedrigschwelliger: Ein Kondolenzkärtchen, ein schriftliches Angebot eines Besuchs, ein Blumenstrauß - Trauernde freuen sich schon über kleine Gesten und Angebote. Versuchen Sie, nach Möglichkeit einfach nur "da" zu sein, das reicht oft schon. Im Kollegenkreis könnte beispielsweise ein Angebot einer gemeinsamen Kaffeepause hilfreich sein. 

2.) Fragen stellen: Scheuen Sie nicht davor zurück, Fragen zu stellen. Merkwürdigerweise trauen sich die Menschen bei Trauernden oft gar nicht, die naheliegendste aller Fragen zu stellen: Wie geht es Dir? Oder weitergehend: Was fühlst Du? Was denkst Du? Menschen in einer Verlustsituation sind oft froh, wenn sie ein wenig über sich selbst reden können. Geben Sie Ihnen reichlich Gelegenheit dafür, das kann etwas sehr Dankbares sein.

3.) Eigene Hilflosigkeit ansprechen: Wenn Sie selbst gar nichts mehr zu sagen wissen, artikulieren Sie ihre eigene Hilflosigkeit oder sprechen sie ihre eigenen Gefühle an - jedes "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll" oder "Mich macht es selbst ganz hilflos, das mitzuerleben" ist besser als ein Nichtstun oder Ausweichen. Mit seiner solchen Äußerung sind sie Trauernden zudem näher als es den Anschein macht - auch die Betroffenen sind ja ihren eigenen Ohnmächten und Hilflosigkeiten ausgeliefert. 

4.) Hilfen anbieten: Bieten Sie ganz pragmatische Hilfen in der Bewältigung des Alltags an. Gerade in der Anfangsphase nach einem schweren Verlust vergessen Trauernde tatsächlich die existenziellsten Dinge, vor allem vergessen Sie sich selbst. Sich etwas zu essen machen, regelmäßig für sich sorgen, bügeln, waschen, putzen, Besorgungen erledigen - all diese Dinge können in der ersten Akutphase schwierig sein (im Berufskontext könnten Sie anbieten, aus der Mittagspause etwas zu essen mitzubringen). Wichtig ist es jedoch, hierbei den richtigen Absprung zu finden, denn langfristig muss es für Trauernde darum gehen, ihren Alltag wieder alleine in den Griff zu bekommen und parallel dazu die neuen Verlusterfahrungen in den Kontext der eigenen Biographie zu stellen (dabei hilft übrigens das Darüber-Reden, denn wer über etwas redet, sortiert es damit ein).

5.) Sich in Geduld üben: Machen Sie sich nach Möglichkeit bewusst, dass Trauer eine schwere Krise ist - und dass sie sehr lange dauern kann. Wirklich lange! Weil sie eben ihre ganz eigene Zeit braucht. Es gibt nach aktuellem Forschungsstand keine allgemeingültigen Zeitmaßstäbe für eine Trauerphase, auch, wenn heutige Krankenhaus-Handbücher gerne diesen Anschein vermitteln möchten. Auch ist die Vorstellung nicht mehr gültig, Trauer sei ein in linearen Phasen verlaufender Prozess. Für Angehörige kann es oft sehr schwer sein zu erleben, dass ein Trauernder sich so gar nicht zu entwickeln scheint - es mutet wie Stillstand an oder, noch schwerer, scheint immer schlimmer zu werden, je länger es dauert. Das jedoch auszuhalten, ohne es zu bewerten und zu beurteilen, das ist es, worauf es ankommt. Leicht gesagt, schwer umgesetzt, klar (Weiterlesen: Wo ist der Unterschied zwischen Trauma und Trauer, wie erkenne ich das?). Vielleicht hilft Tipp 6 weiter...


Darauf vertrauen, dass Trauernde ihren Weg schon gehen werden, auch, wenn es nicht den Anschein macht - der Psychologe Carl Rogers nannte das den "Werdewillen". Tipps für einen hilfreichen Umgang mit Trauernden. (Thomas-Achenbach-Foto)

6.) Vertrauen: Versuchen Sie gleichsam, daran zu glauben, dass die Trauernden ihren eigenen Weg schon finden werden, einen Weg "zurück in ein neues/anderes Leben", auch wenn es gerade nicht den Anschein macht. Der Psychologe und Psychotherapeut Carl Rogers, der die "klientenzentrierte Gesprächstherapie" entwickelt hat (deren Grundbestandteile aus Empathie, Wertschätzung und der Authentizität des Zuhörenden bestehen und die heutzutage auch im Business-Berater-Kontext gerne ausgeliehen wird - Randbemerkung Ende), hat dafür den wunderbaren Begriff des "Werdewillens" benutzt. Rogers geht davon aus, dass jeder Mensch wieder "heile" werden will und das aus eigener Kraft schaffen kann - so wie ein Kind, das nach der Geburt ganz von sich aus und ohne Anstoß von außen all das  erreichen möchte, was die Welt ihm an Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbietet. Nur dass Trauernde in besonderem Maße wieder in einen Kindheitszustand zurückversetzt worden sind. Besondere Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Trauernde den Wunsch nach Suizid/"Nachsterben wollen" äußern oder so gar nicht mehr über ihre Gefühle sprechen können - dann sollte professionelle Hilfe dazugeholt werden, weil vielleicht eine Depression ausgebrochen ist. Achtung: Eine Depression kann an der Abwesenheit von Gefühlen erkannt werden, Trauer eher am Gegenteil davon. 

7.) Hinhören, aushalten, auch bei Wiederholungen: Behalten Sie nach Möglichkeit im Blick, dass es Trauernden am meisten hilft, wenn sie das Gefühl haben, verstanden zu werden - oder das Gefühl bekommen, dass es einen Ort gibt, an dem sie über ihre Gefühle reden können. Dazu gehört es zwangsläufig, Wiederholungen auszuhalten. Menschen in einer Verlustkrise haben die immergleichen Gedanken, wollen über das Immergleiche reden. Das ist nicht etwa ein Zeichen von Stillstand oder Rückschritt, sondern im Gegenteil ein wichtiger Bestandteil des Prozesses. Es geht darum, sich selbst zu verdeutlichen, was geschehen ist, es sich immer wieder bewusst zu machen, es in die eigenen Deutungen zu integrieren - das geht am besten durch Reden, Reden, Reden. Wenn Sie als Angehöriger oder Freund oder Kollege das Gefühl haben, sie könnten nicht mehr weiter hinhören, sprechen sie das auf eine freundliche Art und Weise an und bieten Sie beispielsweise an, gemeinsam nach Alternativen zu suchen, wo ein weiteres Reden möglich ist. Hierfür gibt es in fast jeder Gemeinde und jeder Stadt Trauergruppen,Trauercafés oder etwa Trauerbegleiter für Einzelgespräche (Infos dazu gibt es unter anderem beim Bundesverband Trauerbegleitung - Transparenzhinweis: Der Autor dieser Zeilen ist dort ebenfalls Mitglied).

8.) Ratschläge und Eigenes weglassen: Achten Sie darauf, dem Trauernden möglichst nicht die eigenen Erfahrungen mit Tod und Trauer mitteilen zu wollen oder Tipps oder Ratschläge erteilen zu wollen, mag die Versuchung auch noch so groß sein (und das ist sie, das ist nur menschlich!) - lassen sie den Betroffenen am besten ihre eigenen Geschichten und lassen sie sie davon erzählen. Achten Sie auf Ihre Sprache und verzichten Sie möglichst auf einfache Beschwichtigungen oder ganz allgemein auf Ratschläge jeder Art- so genannte "Killerphrasen" helfen Trauernden selten weiter. Sätze wie "Das wird schon wieder" oder "Lies doch mal ein schönes Buch" oder "Du kannst ja noch ganz viele andere Kinder haben" richten das Gegenteil von dem an, was sie bewirken wollen. Sie schaden. 

9.) Aktivitäten ausprobieren, aber dezent: Bieten Sie z. B. gemeinsame Spaziergänge an - viele Trauernde sind gern in der Natur, bei Wind und Regen, weil sie sich dort einmal anderen Widrigkeiten ausgesetzt sehen. Außerdem lässt sich bei einem gemeinsamen Spaziergang auf angenehme Art und Weise eine längere Schweigephase aushalten. Weil das Gehen nebeneinander verbindend und gleichsam nicht so drückend wirkt. 

10.) Nennen Sie den Gestorbenen bei seinem Namen: Das ist noch so eine dieser Menschlichkeiten und Merkwürdigkeiten im Umgang mit Trauer - aus Angst davor, jemanden verletzen zu wollen, wird der gestorbene Mensch im Gespräch oft gerne vermieden. Und wenn er mal ins Gespräch kommt, dann geschieht das meist auf eine rumdrucksende und halbseidene Art und Weise. Den Gestorbenen konsequent bei seinem Namen nennen, gibt ihm die Würde und Menschlichkeit, die wichtig ist - gerade im Trauerprozess für die Hinterbliebenen. 

Und ein kleiner Zusatz-Tipp: Falls Sie im engen Kontakt mit einem Betroffenen sind, sorgen Sie bitte auch für sich selbst. Trauer auszuhalten ist eine Leistung, die große Herausforderungen mit sich bringen kann. Es gilt immer der Grundsatz: Wer begleitet, braucht Begleitung. Professionelle Trauerbegleiter leisten ihre Dienste selten ohne sich selbst eine Begleitung durch beispielsweise Supervision zu holen, weil einen die Trauer anderer Menschen durchaus selbst mitreißen oder herunterdrücken kann. Am Eindrucksvollsten in diesem Zusammenhang fand ich die Aussage eines Notfallseelsorgers, der uns innerhalb unserer Trauerbegleiter-Ausbildung im Haus Ohrbeck von seiner Arbeit berichtete. Sinngemäß etwa so: Bei einem Notfall sorgen wir als Erstes für uns selbst und achten darauf, dass wir nicht zu überstürzt und mit zuviel Adrenalin an unsere Aufgabe herangehen, sagte er. Selbstschutz aus Fürsorge für andere. Damit dafür auch noch Ressourcen bleiben. Leuchtet ein. 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Autor dieser Zeilen bietet Trauerbegleitung in Osnabrück und im Osnabrücker Land an und hat eine Ausbildung zum Trauerbegleiter absolviert (Große Basisqualifikation gemäß des Bundesverbands Trauerbegleitung). Er hält auch Vorträge zum Thema Trauer und Umgang mit Trauernden. Mehr Infos gibt es hier

Ebenfalls auf diesem Blog: Die Kunden müssen die Bestatterbranche bewegen, nicht umgekehrt - ein Plädoyer für eine modernere Bestattungskultur

Ebenfalls auf diesem Blog: Trauer im Berufsleben/Trauer in der Arbeitswelt - was Arbeitgeber alles tun können - schon mit Kleinigkeiten ganz viel erreichen

Ebenfalls auf diesem Blog: Was soll nach einem Todesfall gefeiert werden? "Nur" der Todestag - oder auch noch der Geburtstag des gestorbenen Menschen?

Und im Kultur-Blog des Autors: Wie man als Autor vom Schreiben leben kann - Tipps für Hobbyautoren von einem echten Profi (und ein Plädoyer fürs Selfpublishing)